Wohnungsboom in Ulm: Quadratmeter klettern, Hauskäufer atmen auf
Wohnungen werden teurer, Häuser stabilisieren sich
In der Region Ulm/Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis bleiben die Immobilienpreise 2025 insgesamt stabil, doch die Nachfrage verschiebt sich deutlich zugunsten von Wohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnmarktbericht des Ulmer Immobilienbüros Tentschert.
Nach einer starken Preisphase seit 2021 liegen die Werte wieder auf ähnlichem Niveau, erklärt Martin Tentschert, Inhaber des Büros, das den Bericht seit 2014 veröffentlicht. Konkret verteuerten sich Wohnungen in der Doppelstadt: In Ulm stieg der Quadratmeterpreis um knapp drei Prozent auf rund 3 700 Euro, in Neu-Ulm sogar um 4,4 Prozent auf etwa 3 300 Euro.
Bei Ein- und Zweifamilienhäusern zeichnet sich dagegen eine leichte Entspannung ab. In Ulm fielen die Hauspreise 2025 um knapp drei Prozent, in Neu-Ulm um etwa 2,4 Prozent. Ein Quadratmeter für Hauskäufer kostet in der Münsterstadt derzeit rund 3 600 Euro, in Neu-Ulm im Schnitt etwa 200 Euro weniger.
Stefanie Gergele, Leiterin des Wohnmarktberichts, führt die Entwicklung auf die deutlich größere Käufergruppe für Wohnungen zurück. Neben jungen Erwerbern und Best Agern zählen auch Kapitalanleger zu den treibenden Kräften. Trotz höherem Quadratmeterpreis bleibe der Gesamtbetrag für eine Wohnung oft überschaubarer als für ein Haus, da die Fläche kleiner ausfalle.
Ein Blick zurück zeigt, dass die Preise langfristig deutlich gestiegen sind. So lag der Quadratmeterpreis 2015 in Ulm nach Angaben der Sparkasse Ulm noch bei knapp 2 500 Euro. Für die nahe Zukunft erwarten Experten keine harten Ausschläge nach oben oder unten, sondern eher eine Phase stabiler Preise.
Wer beim Budget enger kalkulieren muss, findet weiterhin günstigere Angebote im Umland. Laut Tentschert ist der Alb-Donau-Kreis derzeit die preiswerteste Alternative, während die Umgebung von Neu-Ulm vergleichsweise teurer ausfällt.

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