Marktcheck Ulm und Umgebung: Preise ziehen an trotz deutlicher Neubauflaute
Preise steigen weiter, Neubau stagniert
Der aktuelle Wohnmarktbericht des Maklerbüros Tentschert zeichnet ein zwiespältiges Bild für den Raum Ulm: Während die Bautätigkeit merklich abgebremst ist, kennen die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser überwiegend nur eine Richtung nach oben. Die 13. Ausgabe des Berichts wurde im Wiley-Club in Neu-Ulm vorgestellt und liefert eine detaillierte Auswertung für Stadtteile und Nachbargemeinden.
Analysiert wurden neben Ulm und Neu-Ulm auch kleinere Kommunen wie Illerkirchberg, Illertissen, Nersingen, Pfaffenhofen, Senden, Vöhringen und Weißenhorn. Insgesamt berichten die Experten von einer deutlichen Flaute im Neubau: Genehmigungen und Baubeginne sind rückläufig, was den bestehenden Nachfrageüberhang weiter verschärft.
Regionale Unterschiede bleiben bestehen
Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends gab es in einzelnen Teilmärkten auch Entlastung. So verzeichneten einige Segmente leichte Rückgänge; in Weißenhorn etwa blieben die Preise hoch, setzten in bestimmten Kategorien aber punktuell aus oder fielen moderat. Dennoch dominieren flächendeckend steigende Preise, insbesondere in den begehrten Lagen und bei kleineren Eigentumswohnungen.
- Ulm: Starker Nachfrageüberhang in zentralen Stadtteilen, wenig Neubauflächen
- Neu-Ulm: Hoher Preisdruck an Knotenpunkten mit guter Infrastruktur
- Randgemeinden wie Senden und Vöhringen: Attraktiv für Familien, Preisanstieg deutlich spürbar
- Kleinere Städte wie Illertissen und Nersingen: Moderatere Entwicklung, vereinzelt Preisrückgänge
Für Käufer und Mieter bedeutet das: Wer kurzfristig Wohnraum sucht, trifft oft auf knappe Angebote und steigende Preise. Experten raten zu realistischer Budgetplanung und zu frühzeitiger Suche; für Kommunen bleibt die Herausforderung, Neubauflächen zu aktivieren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Der Tentschert-Bericht liefert keine einfachen Lösungen, wohl aber eine klare Warnung: Ohne eine Wiederbelebung der Bautätigkeit und gezielte Fördermaßnahmen droht die Schere zwischen Nachfrage und Angebot in der Region weiter auseinanderzugehen.

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